Behinderung von Mitbewerbern durch die Unterstellung, dass Facebook-Fans gekauft seien?

Das OLG Frankfurt am Main verurteilte am 25.04.2013 (16 W 21/13) einen Beklagten, der behauptet hatte, dass ein Dritter seine Facebook-Fans gekauft hätte, zur Unterlassung dieser Aussage, da er die Richtigkeit der Äußerung nicht nachweisen konnte. Das Gericht führte aus, dass die Aussage als zusammenhängendes Ganzes zu würdigen sei, um beurteilen zu können, ob es sich um eine reine Meinungsäußerung handelt. Auch die Begleitumstände der Äußerung sowie die Eigengesetzlichkeit des gegenständlichen Mediums müssen hierbei unter Beachtung der Perspektive der Erklärungsempfänger berücksichtigt werden.