Darstellung von Videoausschnitten im Rahmen der Zitierfreiheit

Das OLG Köln entschied mit Urteil vom 13.12.2013 (Az. 6 U 114/13), dass es über die Grenzen der Zitierfreiheit hinausgeht, ein Werk nur um seiner selbst willen der öffentlich zugänglich zu machen. Nicht ausreichend ist es, wenn Zitate lediglich in zusammenhangloser Weise eingefügt oder angehängt werden. Stattdessen ist eine Verknüpfung zu den eigenen persönlichen Gedanken erforderlich. Grundsätzlich sind Zitate daher nur zulässig, wenn sie als Belegstelle oder Grundlage der Erörterung für eigenständige Aussagen des Verwenders erscheinen. In dem gegenständlichen Fall traf dies nicht zu, da hier an ein Filmzitat bloß eine pauschale Kritik des zitierten Filmes geknüpft war, ohne dass eine inhaltliche Bezugnahme auf den gezeigten Filmausschnitt genommen w urde.